Klappentext

Ohne Erinnerungen an sein Leben wacht Marc Beck auf einer Parkbank auf. Kurze Zeit später wird er zum Mörder.

Verzweifelt sucht er nach dem Warum, das sich irgendwo in seiner verschütteten Vergangenheit versteckt. Dabei irrt er durch eine ihm völlig fremde Stadt voller Kuriositäten – laut Ausweis seine Heimatstadt.
Was ihm dabei widerfährt, lässt ihn zunehmend an seinem Verstand zweifeln. Ständig überfallen ihn Trugbilder und Blackouts. Bald weiß er nicht mehr, was real ist und was er halluziniert. Ist er paranoid oder verfolgt ihn tatsächlich jemand? Versucht man ihn daran zu hindern, die Menschen zu treffen, die ihm helfen könnten?

Bevor er es herausfindet, wird er brutal von den Füßen gerissen. Mehr tot als lebendig kommt er auf einer Intensivstation zu sich. Nun ist er gänzlich hilf- und wehrlos den heimtückischen Attacken auf ihn ausgeliefert – zumal Ärzte und Pflegepersonal glauben, dass er sich alles nur einbildet.
 

FINSTERES SCHWEIGEN ist mehr als ein Psychothriller. Das schon oft verarbeitete Thema Amnesie wird auf eine ganz neue Art beleuchtet. Und aus einem neuen Blickwinkel: Aus der Sicht eines Mörders, den fürchterlich quält, was er getan hat - weil er nicht weiß, warum er es getan hat. Da es auch seine Umgebung nicht weiß, erfährt es auch der Leser erst am Schluss. Der Roman ist das Psychogramm eines Menschen, der aufgrund seiner verfahrenen Situation völlig verwirrt ist, aber letztlich darum kämpft, hinter das Geheimnis seines Traumas zu kommen.

Der erste Teil des Romans ist voller Fragen und mag sich stellenweise ein wenig wie Science-Fiction lesen; aber schon im Kapitel „Attacken“ wird vieles davon aufgeklärt - die Ursache für den Erinnerungsverlust nicht.

Dann schimmert (wie in den ersten beiden Romanen des Autors) das Genre des Medizinthrillers durch. Es geht um Psychologie, um die Amnesie natürlich, um Wahnsinn, aber auch um ausgeklügelte Mordmethoden - ob sie nun real sind oder paranoiden Ursprungs, bleibt noch offen ...

Noch später scheint leicht - als Hintergrundhandlung schon früher - der Politthriller durch. Das Kapitel „Der Prozess“ kann man dann auch als Gerichtsthriller lesen. Ach ja, eine Liebesgeschichte steckt (natürlich) auch drin. Und auf der letzten Seite wartet (wie in allen Romanen des Autors) wieder bei all dem Happy-End-Glück eine kleine (böse?) Überraschung.